Unsere Kirche zum Hl. Papst PIUS X.

Von Westen kommend zeigt sich die Kirche als quadratischer Bau 30 mal 30 m und 10 m hoch. Sie ist von Archtikt Josef Lackner (gestorben 19.4.2000) geplant. Der Bau ruht optisch auf einer um den Bau herumlaufenden Glaswand. An allen vier Ecken sind die Seitenwände schräg eingeschnitten und ergeben so besondere Lichtöffnungen. An der rechten Seite der Kirche steht der 31 m hohe Glockenturm, der 4 Glocken beherbergt. Die älteste Glocke ist dem Kirchenpatron Papst Pius X. geweiht. Sie ist ein Geschenk der Stadt Innsbruck. 

Über eine Freitreppe, deren Tore von 2 Marmorsäulen begrenzt sind und den Wahlspruch von Pius X. tragen "Alles in Christus erneuern" betritt man das Kircheninnere.

 

 

 

 

 

Es fällt sofort die überlebensgroße Christusfigur und das dahinterliegende färbige Dreiecksfenster an der Ostseite auf. Über eine Brücke und auf Pflastersteinen kommt man zum Altarbereich aus weißem Laaser Marmor. Diese beiden Elemente Pflaster und Marmor sollen das Profane und das Sakrale symbolisieren. Der Hauptaltar, ein einladender großer Tisch, soll der Sammelpunkt der Eucharistiefeier sein. Von allen Seiten einsichtig und ohne optisch Ablenkendes, sollte die volle Konzentration auf den Altar gerichtet sein. Der Tabernakel ruht auf einer Marmorsäule. Die beiden Ambos, ebenfalls in Marmor, binden sich in den sakralen Bezug ein. Die Säulen zu beiden Seiten des Altars schmücken in den jeweiligen liturgischen Farben des Kirchenjahres die Kirche. Die beiden Seitenaltäre, die mit Bildern des Akademischen Malers Prof. Eduard Klell (gestorben 2008) ausgestattet sind, zeigen links das Herz Mariens von sieben Schwertern durchbohrt (7 Schmerzen Mariens). Rechts zeigt das Bild eine Lilie als Symbol des Hl. Josef. Bei beiden Bildern liegt in der Farbgebung die Aussage im Bezug zu den Heiligen.

Die säulenfreie, frei hängende Stahlbetondecke ist ein architektonisches Meisterwerk. Sie ist wie ein Zelt über die Gemeinde gespannt. 8 Stahlsäulen nahe den Außenecken und an den drei Eingängen sind die Träger dieser Konstruktion. Die 49 Felder, in ihnen die künstlichen Lichtquellen, gewähren unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Eine halbhohe Betonwand umschließt den Altar und den Gläubigenraum. An der Innenseite sind die 12 Apostelkreuze in Marmor versenkt. 

An der Außenseite sind die 14 Stationen des Kreuzweges in Beton eingegossen. Die Symbole, Figuren, Pfeile, Kreuze, stellen die Härte des Kreuzweges Christi, aber auch der Menschen in Not und Leid dar. Unterbrochen wird der Rundgang durch den Beichtgesprächsraum und die Taufkapelle.


Der Taufstein, ebenfalls aus Marmor, in schlichter Form, steht in der Mitte. Von der Westseite scheint das Licht durch grüne und blaue Glasfenster, ein Symbol für das Wasser des Lebens.



Die 12. Kreuzwegstation, wie eingangs erwähnt, ist zugleich das Kirchenkreuz. Beide ausgespannte Arme des Christus bilden das Kreuz (Der Künstler ist Prof. Hans Ladner). Eine Aussage dieses Kunstwerkes, das allen Schmerz, den ein Mensch erleiden kann, zum Ausdruck bringt, erschüttert zu tiefst. Doch die weit ausgebreiteten Arme, die schwebende Platzierung symbolisieren Überwindung des Leides und Schmerzes und geben den Glaubenden Hoffnung. Auf gleicher Höhe erweitert sich ein Andachtsraum. Dahinter liegt die Sakristei.

Unsere Kirche fand 1960 große Bedeutung in der Fachwelt. Sie wurde zum Paradebeispiel einer neuen Kirchenbauweise. Die "Mahl-" und Versammlungskirche", in der die Gläubigen sichtbar an der Eucharistiefeier teilnehmen können, und die Gemeinschaft untereinander sind die lebendige Kirche, gestärkt und verbunden mit Christus im Brot und Wein.
Die theologische Begründung und Begleitung während der Planung und Ausführung des Kirchenbaues eröffnen bei den Kirchenführungen allen Interessierten Einblicke und erstaunliche Zusammenhänge in die Symbolik und Ausstattung unserer Kirche.

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Hildegard Tiefenthaler,
Kirchenführerin

 

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